
Veganes Frikassee – cremig, würzig & richtig sättigend
Dieses vegane Frikassee ist die pflanzliche Antwort auf den Klassiker: zartes Gemüse, eine cremige Soße und ein runder, würziger Geschmack, der richtig nach Wohlfühlessen schreit. Durch das sanfte Köcheln verbinden sich alle Aromen zu einer sämigen, harmonischen Konsistenz – perfekt, wenn du etwas Deftiges willst, aber ohne Fleisch. Ideal mit Reis, Kartoffeln oder einfach pur aus der Schüssel.
Zutaten
2–3 Zwiebeln, grob geschnitten
3–4 Karotten, in Stücke geschnitten
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
1 Fenchelknolle, grob gewürfelt
2–3 EL Tomatenmark
2–3 EL Öl zum Anbraten
1 Dose oder 1 Glas Bohnen
(Bohnen abgießen, Flüssigkeit auffangen)
1 Glas Spargel
(Spargel abgießen, Flüssigkeit auffangen)
Ein paar Zwiebelschalen zum Färben der Soße (optional)
Wasser oder Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Optional: Kartoffelstücke oder Rote Bete
Zubereitung
1. Zwiebeln, Karotten & Tomatenmark anrösten
In einem großen Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer bis hoher Hitze glasig
und leicht dunkel anbraten. Die Karottenscheiben hinzufügen und einige Minuten mitbraten,
bis sie Farbe annehmen und aromatisch duften.
Nun das Tomatenmark zugeben. Damit es sich gleichmäßig verteilt und nicht am Topfboden
ansetzt, einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen und alles gut verrühren. Das Tomatenmark
kurz anrösten, bis es leicht dunkler wird und sein volles Aroma entfaltet.
2. Bohnen kurz mitziehen lassen
Die Bohnen hinzufügen und nur kurz unter Rühren erhitzen. Sie sollen lediglich
Temperatur bekommen und leicht Röstaromen aufnehmen, nicht zerfallen.
3. Lauch & Fenchel anbraten
Nun Lauch und Fenchel in den Topf geben und alles zusammen nochmals kurz scharf anbraten.
Zu diesem Zeitpunkt dürfen die Zwiebeln bereits deutlich gebräunt sein – das sorgt für
Tiefe und Farbe im späteren Frikassee.
4. Flüssigkeit zugeben & optional erweitern
Jetzt mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, sodass das gesamte Gemüse gut bedeckt ist.
Zusätzlich die aufgefangenen Flüssigkeiten von Bohnen und Spargel mit in den Topf geben.
Wer möchte, kann an dieser Stelle auch Kartoffelstücke und/oder Rote Bete hinzufügen.
5. Optional: Zwiebelschalen für die Farbe
Für eine intensivere Farbe können nun einige Zwiebelschalen auf einen Holzspieß
(z. B. Currypicker) gesteckt werden. Die Enden leicht umbiegen, damit nichts abrutscht,
und die Schalen mit in die Brühe legen. Dieser Schritt ist optional und kann
problemlos weggelassen werden.
6. Sanft köcheln lassen
Das Frikassee nun bei mittlerer Hitze offen oder halb offen etwa 45–60 Minuten sanft
köcheln lassen. Es soll nicht stark kochen, sondern ruhig ziehen. Dabei regelmäßig
prüfen, ob ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist, und bei Bedarf etwas Wasser
oder Brühe nachgießen.
7. Spargel zugeben & abschmecken
Sobald Karotten (und ggf. Kartoffeln) butterzart weich sind, die Zwiebelschalen aus der
Brühe entfernen. Nun den Spargel hinzufügen und weitere 5–10 Minuten mitziehen lassen.
Jetzt erst mit Salz und Pfeffer vorsichtig abschmecken.
8. Konsistenz anpassen
Ist das Frikassee zu flüssig, kann es bei offenem Deckel noch etwas reduziert werden.
Wichtig ist dabei stets, genügend Flüssigkeit im Topf zu behalten, damit das Gericht
seine cremige, harmonische Konsistenz behält.
Ein gutes Frikassee gehört zu den Gerichten, die einfach immer funktionieren:
cremig, herzhaft und wohltuend – ganz ohne komplizierte Zutaten. In dieser
veganen Variante treffen zart gegartes Gemüse, feine Kräuter und eine milde,
sämige Soße aufeinander und ergeben ein rundes, ausgewogenes Gericht mit
klassischem Charakter.
Die Basis bildet sanft angeschmortes Gemüse, das beim Köcheln seinen vollen
Geschmack an die Brühe abgibt. Durch die Kombination aus Gemüse, Flüssigkeit
und Zeit entsteht eine natürliche Bindung, die das Frikassee angenehm cremig
macht – ganz ohne Sahne oder tierische Produkte.
Je nach Vorliebe kann das Frikassee eher stückig bleiben oder teilweise
püriert werden, um eine noch dichtere Konsistenz zu erhalten. So lässt sich
die Textur ganz einfach anpassen – von leicht und gemüsig bis vollmundig
und samtig.
Dieses vegane Frikassee eignet sich perfekt für Tage, an denen man etwas
Warmes und Sättigendes braucht. Es lässt sich hervorragend vorbereiten
und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser, weil die Aromen Zeit
hatten, sich vollständig zu verbinden.
Ob mit Reis, Kartoffeln oder pur aus der Schüssel – dieses Frikassee zeigt,
wie viel Geschmack und Tiefe in einfachen pflanzlichen Zutaten stecken kann.
Bodenständig, cremig und überraschend herzhaft: ein Gericht, das man gerne
immer wieder kocht.





