
Hühnchen-Frikassee – leicht, würzig & wohltuend ohne Sahne
Dieses Frikassee setzt auf zart gegartes Hühnchenfleisch, viel Gemüse und
eine aromatische, natürliche Soße – ganz ohne Sahne. Beim sanften Köcheln
verbinden sich Brühe, Gemüse und Fleisch zu einem runden, ausgewogenen
Geschmack, der klassisch wirkt, aber deutlich leichter ist als die
traditionelle Variante.
Gerade für Menschen, die Sahne oder Milchprodukte nicht gut vertragen,
ist diese Version ideal: vollmundig, wohltuend und trotzdem angenehm
bekömmlich. Das Frikassee passt perfekt zu Reis, Kartoffeln oder einfach
pur aus der Schüssel und zeigt, dass cremiger Genuss auch ohne Sahne
hervorragend funktioniert.
Zutaten
6–8 kleine Hühnerflügel (Wings / kleine Keulen)
2–3 Zwiebeln, grob geschnitten
3–4 Karotten, in Scheiben oder Stücke geschnitten
1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
1 Fenchelknolle, grob gewürfelt
2–3 EL Tomatenmark
2–3 EL Öl zum Anbraten
1 Dose oder 1 Glas Bohnen
(Bohnen abgießen, Flüssigkeit unbedingt auffangen)
1 Glas Spargel
(Spargel abgießen, Flüssigkeit unbedingt auffangen)
Ein paar Zwiebelschalen zum Färben der Soße (optional)
Wasser oder Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Optional: Kartoffelstücke oder Rote Bete
Zubereitung
1. Aromabasis aufbauen
Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln anbraten, bis sie glasig sind und deutlich Farbe bekommen.
Karotten dazugeben und kurz mitrösten, bis alles kräftig duftet.
Tomatenmark einrühren und nicht einfach „trocken“ anbraten: Einen kleinen Schuss Wasser zugeben,
damit sich das Tomatenmark besser verteilt. Kurz weiter rösten, bis es dunkler wird und das Aroma voll da ist.
2. Bohnen kurz mitnehmen
Bohnen dazugeben und nur kurz erhitzen. Ziel ist nicht, sie weich zu kochen, sondern ihnen einmal kurz
Hitze und Röstaroma mitzugeben.
3. Lauch & Fenchel anschwitzen
Lauch und Fenchel in den Topf geben und bei guter Hitze kurz mit anbraten. Die Zwiebeln dürfen jetzt ruhig
kräftig gebräunt sein – das gibt dem Frikassee später Tiefe und Farbe.
4. Aufgießen & optional ergänzen
Mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, bis alles gut bedeckt ist. Zusätzlich die aufgefangenen Flüssigkeiten
von Bohnen und Spargel mit in den Topf geben.
Optional können jetzt Kartoffelstücke und/oder Rote Bete mit hinein.
5. Jetzt kommt das Hühnchen
Sobald die Flüssigkeit anfängt zu köcheln, die Hühnerflügel (Wings / kleine Keulen) dazugeben.
Ob gefroren oder frisch ist im Prinzip egal – wichtig ist, dass sie ab jetzt in der köchelnden Flüssigkeit
garziehen und ihren Geschmack abgeben.
6. Sanft ziehen lassen
Das Frikassee nun bei mittlerer Hitze 45–60 Minuten sanft köcheln lassen (nicht wild kochen).
Dabei immer wieder prüfen, ob genug Flüssigkeit im Topf ist, und bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
Optional: Wer mehr Farbe in der Brühe möchte, kann Zwiebelschalen auf einen Holzspieß stecken und mitziehen lassen.
7. Fleisch lösen, dann Spargel
Wenn Karotten (und ggf. Kartoffeln) butterzart sind, die Wings aus dem Topf holen und kurz abkühlen lassen.
Dann mit zwei Gabeln das Fleisch vom Knochen lösen und zerkleinern. Das Fleisch zurück ins Frikassee geben.
Erst jetzt den Spargel hinzufügen und alles weitere 5–10 Minuten sanft ziehen lassen.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer vorsichtig abschmecken.
8. Konsistenz einstellen
Ist das Frikassee zu flüssig, bei offenem Deckel etwas reduzieren. Gleichzeitig darauf achten, dass immer genug
Flüssigkeit vorhanden bleibt, damit am Ende eine schöne, runde Soße entsteht.
Ein gutes Frikassee gehört zu den Gerichten, die immer passen:
herzhaft, wohltuend und angenehm sättigend – ganz ohne unnötigen Aufwand.
In dieser Version trifft zart gegartes Hühnchenfleisch auf aromatisches
Gemüse und eine kräftige, ausgewogene Soße, die ohne Sahne auskommt und
trotzdem voll im Geschmack ist.
Die Grundlage bildet sanft angeschmortes Gemüse, das beim Köcheln seinen
vollen Geschmack an die Brühe abgibt. Die Hühnerflügel ziehen langsam in
der Flüssigkeit und sorgen ganz natürlich für Tiefe und Substanz in der
Soße. So entsteht ein rundes Frikassee, das klassisch wirkt, aber deutlich
leichter ist als viele traditionelle Varianten.
Durch die schonende Zubereitung bleibt das Hühnchenfleisch saftig und
lässt sich später leicht vom Knochen lösen und wieder ins Frikassee
einbinden. Die Soße erhält ihre Bindung allein durch Gemüse, Brühe und
Zeit – Sahne ist dafür nicht nötig.
Dieses Hühnchen-Frikassee eignet sich ideal für alle, die auf Sahne oder
Milchprodukte verzichten müssen oder möchten, aber dennoch nicht auf
ein herzhaftes, vertrautes Gericht verzichten wollen. Es lässt sich gut
vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch runder.
Ob mit Reis, Kartoffeln oder pur serviert – dieses Frikassee zeigt, dass
klassischer Genuss auch ohne Sahne funktioniert. Bodenständig, aromatisch
und angenehm leicht: ein Gericht, das man immer wieder gerne kocht.





